Auf der Suche nach seinem Weg schlingert unser Bewusstsein ständig zwischen den nächstgelegenen Etagen hin und her. Dabei erzeugt es eine Unschärfe, die wir verkraften, indem wir sie der notorischen Unvollkommenheit unseres Gedächtnisses zuschreiben.
Gerät einer zu weit in fremde Schichten hinaus, glaubt er, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Strauchelt er, stürzt und findet den Rückweg nicht mehr, wird er panisch umherirren und nichts mehr als zutreffend erkennen. Nichts passt mehr zusammen, nichts ergibt Sinn.
Man wird von ihm sagen: Jener ist tragischerweise verrückt geworden, er hält sich für jemanden, der er nicht ist, und glaubt an Dinge, die niemals geschahen. Die Ärzte nennen das Schizophrenie. Sie ist die Philosophin unter den Krankheiten.
Ich wollte dir sagen, dass ich in letzter Zeit häufig zwischen die Schichten geraten bin. Vielleicht geht es dir auch so und all den anderen auch.
Vielleicht gab es kürzlich ein Erdbeben im Zeitgefüge.
~ Smutek aus Juli Zeh's "Spieltrieb" ~
Labels: Philosophische Textauszüge
~ Höfi aus Juli Zeh's "Spieltrieb" ~
Labels: Philosophische Textauszüge
~ Juli Zeh / Spieltrieb ~
Labels: Philosophische Textauszüge
~ Juli Zeh / Spieltrieb ~
Labels: Philosophische Textauszüge
Jedem von ihnen schlägt der Richter einen Deal vor:
Wenn du gestehst und deinen Kumpel verpfeifst, bleibst du straffrei, und der andere kriegt fünf Jahre Knast. Schweigt ihr beide, reichen die Indizien für jeweils zwei Jahre. Gesteht ihr beide, bekommt jeder vier Jahre.
Sie haben keine Möglichkeit sich abzusprechen. Richtig?"
"Sehr gut. Was wird passieren?"
"Sie berechnen beide die Lösung mit dem höchstmöglichen Vorteil bei möglichst geringem Risiko. Das heißt, sie hauen sich gegenseitig in die Pfanne. Jeder bekommt vier Jahre."
"Und was hat der Richter gewusst?"
"Das bei einem Nullsummenspiel mit zwei Personen keiner von beiden kooperiert, obwohl sie gemeinsam das beste Ergebnis erreichen könnten. Nämlich nur zwei Jahre Knast."
"Was wäre nun, wenn die Gefangenen wüssten, dass sie in Kürze noch einmal gemeinsam vor Gericht stehen werden, oder wenn sie in Zukunft weiter zusammenarbeiten wollten?"
"Sie würden die Zukunft mit einkalkulieren, die Möglichkeit von Rache und den späteren Schaden durch enttäuschtes Vertrauen."
"Das heißt auf gut Mathedeutsch: Bei interativen Entscheidungsserien ist mit Kooperation zu rechnen, während im Einzelfall Verrat begangen wird. Danke, das war's."
~ Ada & Alev aus Juli Zeh's "Spieltrieb" ~
Labels: Philosophische Textauszüge
Aristoteles glaubte an drei Formen des Glücks:
Die erste Form des Glücks ist ein Leben der Lust und der Vergnügungen.
Die zweite Form des Glücks ist ein Leben als freier, verantwortlicher Bürger.
Die dritte Form des Glücks ist das Leben als Forscher und Philosoph.
Er betont, dass alle drei Formen zusammengehören, damit der Mensch ein glückliches Leben führen kann.
~ Alberto Knox aus Jostein Gaarder's "Sofies Welt" ~
Labels: Philosophische Textauszüge
Labels: Philosophische Textauszüge
Labels: Philosophische Textauszüge
A place and time for everything
A day of hope, a year of fears
A thousand smiles, a million tears
Our paths were meant to cross
And I couldn't forget you
No matter what the cost
We both had to see this through
Take my hand, take my heart
We will never be apart
Never be apart
Because I love you
Follow me and I'll lead you
Lead me and I'll follow you
Anywhere, anytime
When the love is right
The path is bright
From the Father of lights you came
And I know I'll never be the same again
A beautiful gift has been given to me
Your smiling face is all I see
The look that's in your eyes
And your smile that sets me free
Has made me realize
All that you see in me
Take my hand, take my heart
We will never be apart
Never be apart
Because I love you
Follow me and I'll lead you
Lead me and I'll follow you
Anywhere, anytime
When the love is right
The path is bright
Together now and forever
You are the one
You are my everything
To me you bring
The love that I have waited for
The look that's in your eyes
And your smile that sets me free
Has made me realize
All that you see in me
Our paths were meant to cross
And I couldn't forget you
The soul in you is the soul in me
The way that it was meant to be
~ Tourniquet / When the love is right ~
Labels: Songtexte
"Wer noch kann, der rette sich!"
Selbst am Ertrinken, wird man die Hand eines anderen Ertrinkenden greifen?
Wird man das Kreuz gegen das tragende Treibholz eines noch ärmeren tauschen?
Aber der Ozean ist weit, zu weit um zu suchen
In einem derartigen Zustand
Nach einem Gefährten
Denn vielleicht
Ist er schon ertrunken
Wenn du
Am Ende deiner Kräfte
Bei ihm
Angekommen bist
~ 3. Mai 07 ~
Labels: Gedichte
Manchmal will man einfach nur schlafen
Schlafen um nie mehr aufwachen zu müssen
Sich sonst die gleichen Fragen zu stellen
Wie man es schon so oft zuvor getan hat
Manchmal gibt es miese Tage in deinem Leben
Scheinst von allen Menschen verlassen und doch von Gott geliebt
Gern würdest du neue Kraft daraus schöpfen
Aber die Leitung ist gekappt
Manchmal verfluchst du die, die du liebst
Du wirst auf keinste Weise feststellen können
Ob auch du auf derartige Weise geliebt wirst
Du kannst nur darauf vertrauen
Manchmal bist du zu schwach zu erzählen
Was dir eigentlich schon längst auf der Zunge liegt
Es gibt noch schlimmeres als deine Sorgen
Wer sollte dir zuhören wollen
Manchmal ist es schwer die eigenen Probleme zu finden
Wenn man in denen anderer zu versinken droht
~ 3. Mai 07 ~
Labels: Gedichte
Drücken mich nach unten und stehlen mir den Atem
Es sieht niemand
Stimmen und Worte rasen ungehört an mir vorüber
Scheinen oberflächlich und sinnlos kreuz und quer zu fliegen
Mich hört niemand
Dunkelheit beherrscht die Leere dieses Raumes
Drängt mich zurück in noch tiefere Schatten
Es spürt niemand
~ 3. Mai 07 ~
Labels: Gedichte
Bahnt sich Wasser seinen Weg
Den Fels hinunter
Tausende von Feen
Springen durch das kühle Nass
Umringt von Nebel
Lernen zu fliegen
Werden getragen vom Licht
Glitzernder Tropfen
Sieht man sie tanzen
Könnte man sogar meinen
Dass sie es lieben
~ 9. Juni 07 ~
Labels: Gedichte
und wie viele der in der Liebe verständige Menschen es gibt.
Der Spatz meiner Geliebten ist tot, der Spatz,
der Liebling meines Mädchens, den jene mehr als ihre Augen liebte:
denn er war allerliebst und kannte seine selbst
so gut wie das Mädchen die Mutter,
und er entfernte sich nicht von ihrem Schoß,
sondern sprang bald hierhin, bald dorthin
piepste unablässig seiner einzigen Herrin zu.
Dieser geht nun durch jenen dunklen Weg dorthin,
von wo man sagt, dass niemand zurückkehrt.
Doch euch möge es schlecht ergehen, schlechte Schatten der Unterwelte,
die ihr alles Schöne verschlingt:
Ihr habt mir den s0 schönen Spatz weggenommen.
Oh Untat! Oh armer Spatz!
Durch deine Schuld sind die Augen meines Mädchens
vom Weinen rot und angeschwollen.
~ Catull / Carmen 3 ~
Labels: Die Lateiner...
mit dem sie zu spielen pflegt, den sie an der Brust zu halten pflegt,
dem sie die Fingerspitze zu geben pflegt, wenn er danach pickt,
und den sie zu heftigen Hieben reizt,
jedes Mal wenn es meiner strahlenden Geliebten beliebt,
mit etwas zu scherzen, als Trost für ihren Schmerz
- dann, glaube ich, wird die heftige Leidenschaft zur Ruhe kommen.
Ach könnte ich mit dir wie sie selbst spielen
und die traurigen Sorgen des Herzens lindern!
~ Catull / Carmen 2 ~
Labels: Die Lateiner...
Priscus will dich nicht heiraten, auch jener hat Verstand.
~ Martial / Epigramm 9,10 ~
Labels: Die Lateiner...
Heutzutage gibt man nur den Reichen Reichtum.
~ Martial / Epigramm 5,81 ~
Labels: Die Lateiner...
Sage mir, dieses "Morgen", Postumus, wann kommt es?
Wie weit ist dieses "Morgen" weg? Wo ist es? Oder von woher ist es zu
erreichen?
Liegt es etwa bei den Parthern oder Armeniern versteckt?
Schon hat dieses "Morgen" die Jahre des Priamus oder Nestors.
Für wieviel kann dieses "Morgen", sage mir, gekauft werden?
Morgen lebst du? Es ist bereits heute zu spät zu leben, Postumus:
jener ist schlau, wer auch immer gestern gelebt hat, Postumus.
~ Martial / Epigramm 5,58 ~
Labels: Die Lateiner...
Hast du Probleme, benimmst du dich gut!
Läuft's gut, grüßt du niemanden, lachst über jeden
und alle sind Sklaven für dich, oder nicht existent!
Wenn's schlecht geht, sagst du "Herr" und "Gebieter"
und lädst gar zum Essen ein! - Bitte, Naevolus, hab ein Problem!
~ Martial / Epigramm 4,83 ~
Labels: Die Lateiner...
egal ob man Dichter oder Rechtsanwalt ist:
"Super! Boah! Hey Mann! Saustark! Geil! Mensch, klasse!"
- "Schon gut, das Essen ist fertig, halt's Maul!"
~ Martial / Epigramm 2,27 ~
Labels: Die Lateiner...
Da kommt doch dieser Typ zu mir und fragt: "Was ist die Vision? Worum soll es gehen?"Ich mache meinen Mund auf, und höre folgende Worte:
Die Vision?
Die Vision ist JESUS - der gefährliche, unverwechselbare Jesus. Der Jesus, der dich total in Beschlag nimmt.
Die Vision ist eine Armee von jungen Leuten. Du siehst Totengebeine? Ich sehe eine Armee.
Und sie sind FREI vom Materialismus. Sie lachen über die kleinen 9-5Uhr-Job-Gefängnisse. Sie können Kaviar am Montag essen, und Brotrinde am Dienstag. Sie würden noch nicht mal den Unterschied merken.
Sie sind mobil wie der Wind und gehören den Nationen. Sie brauchen keinen Pass. Die Leute schreiben ihre Adressen nur noch mit dem Bleistift auf und fragen sich, was für merkwürdige Typen sind das bloß.
Sie sind frei, und doch die Sklaven der Verwundeten, Dreckigen, Sterbenden.
Was ist die Vision?
Die Vision ist Heiligkeit, Heiligkeit, die den Augen weh tut. Sie bringt Kinder zum Lachen und ärgert die Erwachsenen.
Es geht um Leute die das Spiel aufgegeben haben, nach außen hin eine weiße Weste zu haben um Eindruck zu schinden, um Leute, die nach den Sternen greifen. Für sie ist das Gute nicht gut genug, sie strecken sich nur nach dem Besten aus. Geradezu gefährlich reine Leute.
Sie brauchen ihre geheimen Motive nicht zu verstecken, und auch nicht ihre privaten Gespräche. Es sind Leute, die andere von ihren selbstmörderischen Abenteuern weglieben, weg von ihren satanischen Spielen.
Es geht um eine Armee, die ihr Leben für die große Sache lassen wird. Eine Million mal pro Tag sind ihre Soldaten bereit, eine Niederlage einzustecken, um eines großen Tages den entscheidenden Sieg zu erringen und zu hören: "Gut gemacht, ihr treuen Söhne und Töchter".
Diese Helden sind am Montagmorgen genauso radikal wie am Sonntagabend. Sie haben es nicht nötig, sich einen großen Namen zu machen, ihre eigene Ehre zu suchen. Darüber können sie nur müde lächeln.
Es geht nicht um einzelne Stars, sondern um die große Masse, die immer wieder denselben Kriegsschrei auf den Lippen hat: "Vorwärts, VENGA!"
Und sie sind diszipliniert. Jünger, junge Leute, die ihren Körper zum Gehorsam zwingen. Jeder Soldat bereit, für seinen Kriegskameraden eine Kugel abzufangen. Das Tattoo auf ihrem Rücken sagt: "Christus ist mein Leben, Sterben mein Gewinn." Opferbereitschaft lässt das Feuer des Sieges in ihren Augen brennen.
Sie schauen nicht nach unten, sondern nach oben: Sieger, Märtyrer. Wer kann sie aufhalten? Können Hormone sie zurückhalten? Können Niederlagen sie entmutigen? Kann Furcht ihnen Angst einjagen, kann der Tod sie umbringen?
Und wie sie beten!
Wie Sterbende mit einem Stöhnen, das keine Worte findet, mit Kriegsschreien, salzigen Tränen und mit lautem Lachen! Sie sind bereit, jeden Preis zu bezahlen um das Ziel zu erreichen.
Sie brechen die Regeln. Sie kommen heraus aus der Mittelmässigkeit ihres kleinen, gemütlichen Verstecks. Sie geben ihre Rechte auf, ihre ach so geliebten kleinen Fehler, sie lachen über Etiketten, geben selbst scheinbar Unaufgebbares auf. Die Werbebranche kann sie nicht beinflussen, Hollywood kann sie nicht faszinieren. Selbst Gruppendruck hat keine Kraft, ihre einmal gefällten Entscheidungen in Mitternachtsparties zu verleugnen, bevor der Hahn kräht. Sie sind unglaublich cool und innerlich gefährlich attraktiv.
Und äußerlich? Das kümmert sie kaum. Ihre Kleidung ist eine Botschaft, sie tragen sie um zu feiern, nicht, um sich zu verstecken. Würden sie ihr Image oder ihre Beliebtheit aufgeben? Sie sind bereit, selbst ihr eigenes Leben niederzulegen, mit den Todeskandidaten - schuldig wie die Hölle selbst - den Platz zu tauschen. Der elektrische Stuhl statt eines Thrones.
Mit Blut, Schweiß und Tränen, in vielen schlaflosen Nächten und an fruchtlosen Tagen beten sie, als ob alles von Gott abhängt, und sie leben, als ob alles von ihnen abhängt.
Ihr genetischer Code ist JESUS. Er atmet aus - sie atmen´s ein. Bei ihnen singt selbst das Unterbewusstsein. Sie hatten eine Bluttransfusion von Jesus. Ihre Worte bringen die Dämonen in den Einkaufszentren zum Schreien. Hörst du diese Armee kommen?
Blast die Posaune für die Verrückten! Ruft sie zusammen, die Verlierer und Freaks. Hier kommen sie, die Ängstlichen und Abgelehnten mit Feuer in ihren Augen. Sie laufen aufrecht, und die Bäume klatschen Beifall, die Hochhäuser verbeugen sich, die Berge erscheinen klein, verglichen mit diesen Kindern einer anderen Dimension. Ihre Gebete mobilisieren den Himmel und wecken den alten Traum von Eden wieder auf.
Und diese Vision wird wahr werden, sie wird erfüllt werden. Sie wird mit Leichtigkeit geschehen, und zwar bald.
Woher ich das weiß?
Weil es das Sehnen der ganzen Schöpfung ist, das Stöhnen des Geistes, der Urtraum Gottes. Mein Morgen ist sein Heute. Meine kleine Hoffnung ist Teil seiner unendlichen Schöpfung. Und mein winziges, geflüstertes, glaubensloses Gebet bekommt ein donnerndes und entschlossenes AMEN, das Mark und Bein erschüttert, aus dem Mund zahlloser Engel, von den Helden des Glaubens, und von Jesus selbst, IHM, dem Träumer des ersten Traums, dem letzten Sieger.
Garantiert!
UCBONES - ICANARMY
~ Hesekiel 37,1-14 ~
Labels: Jesus
Setze dich auf den Ehrenplatz an meiner rechten Seite,
bis ich dir alle deine Feinde unterworfen habe,
bis du deinen Fuß auf ihren Nacken setzt!
Wenn du ein Heer zum Kampf aufstellst, wird dir dein Volk begeistert folgen.
Feierlich geschmückt, voll jugendlicher Kraft,
stehen dir die jungen Krieger in großer Zahl zur Seite.
~ HfA / Psalm 110,1+3 ~
Labels: Bibelzitate
~ LB / Psalm 36,8 ~
Labels: Bibelzitate
- am Morgen jubeln wir vor Freude!
~ GN / Psalm 30,6b ~
Labels: Bibelzitate
Dann kann dein Leben noch einmal beginnen
und leuchten wie die Mittagssonne,
auch die dunkelsten Stunden werden strahlen wie der lichte Morgen!
~ HfA / Hiob 11,16-17 ~
Labels: Bibelzitate
In deiner Hand liegt meine Zukunft.
~ HfA / Psalm 16,5 ~
Labels: Bibelzitate
Labels: Bibelzitate
Die Tore zur Welt geöffnet
Landebahnen sich vor mir erstreckend
In der Stille sich vom Tag erholend
Über mir Sterne und Mond
Die Dunkelheit durchbrechend
Und die kleine Stadt bewachend
Mir schlaflose Nächte versüßend
Kann dich atmen hören
Ruhig und gleichmäßig
Deine Linke auf meinem imaginären Ich
Ein Lufthauch streicht um meine nackte Haut
Wie du da liegst
Die Beine angezogen
Die Decke verrutscht
In völliger Geborgenheit
Niedlich würde ich sagen
Wenn ich dich so beschreiben sollte
Der Gedanke bringt mich zum Lächeln
Du würdest das nicht gerne hören
~ 15. April 07 ~
Labels: Gedichte
Alles läuft prima
(Würde so gerne schreien)
Hier ist es warm und hell
Bin vollkommen gelassen
(Und ersticke an Gedanken)
Ich bin allein, ohne dich
Das ist gut so
(Sehne mich nach deiner Nähe)
Die Welt ist wunderschön
Pärchen gehen vorüber
(Eifersucht zerfrisst mich)
Hab längst aufgegeben
Hatte weder Sinn noch Logik
(Die Hoffnung stirbt zuletzt)
~ 6. Januar 07 ~
Labels: Gedichte
so früh geöffnet ist
und die Bank unter
dem Holunderbaum
unbesetzt
Nur eine Gießkanne
kommt vorüber
(wenn ich den Mann nicht ansehe
wird er mich nicht fragen)
Die lärmenden Spatzen
lachen über mein
schlechtes Gewissen
Die Lilie dort auf dem Grab
ist ein Argument
gegen Algebra
~ Joachim Sparre ~
Labels: Gesammeltes
Vereinigt in einer Dimension
Man kennt sich nicht
Aber man hört viel
Sie reiben sich aneinander
Nachgeben wird keiner
Ein penetranter Blick
Es gilt standzuhalten
Ein ewiger Moment
Sie fallen auf
Beide durch Schweigen
Kommunikation ohne Worte
Animalische Triebe
Über Vernunft gestellt
Ist es Hochmut oder Ehrfurcht
Man weiß es nicht zu sagen
Eine Frage der Macht
Ein Zwang der Gegenwart
Weder Grund noch Ziel
Besitzen und Besessenwerden
Unergründliche Begierde
Rücksichtslose Obsession
Unbekannte Spielregeln
Aber sie wissen Bescheid
Allein manchmal, ganz selten
In gegenseitigem Einverständnis
Herrscht nicht diese Notwendigkeit
Erleichternde Ignoranz
~ März 07 ~
Labels: Gedichte
Neuere Posts Ältere Posts Startseite