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Oh the wind whistles down
The cold dark street tonight
And the people they were dancing to the music vibe
And the boys chase the girls with the curls in their hair
While the shy tormented youth sit way over there
And the songs they get louder
Each one better than before

And you're singing the songs
Thinking this is the life
And you wake up in the morning and your head feels twice the size
Where you gonna go? Where you gonna go?
Where you gonna sleep tonight?

~ Amy Macdonald - This is the Life ~

Hands Clean



(...)
If it weren't for my attention you wouldn't have been successful and
If it weren't for me you would never have amounted to very much

Ooh this could be messy
But you don't seem to mind
Ooh don't go telling everybody
And overlook this supposed crime

(...)
And no one knows except the both of us
And I have honored your request for silence
And you've washed your hands clean of this

(...)

what part of our history's reinvented and under rug swept?
what part of your memory is selective and tends to forget?
what with this distance it seems so obvious?

(...)
We best keep this to ourselves and not tell any members of our inner posse
I wish I could tell the world cuz you're such a pretty thing when you're done up properly
(...)

Ooh this could be messy and
Ooh I don't seem to mind
Ooh don't go telling everybody
And overlook this supposed crime

~ Alanis Morissette - Hands Clean ~


Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.

"Mein Fräulein! sein sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück."

~ Heinrich Heine ~

Der Radwechsel

Ich sitze am Straßenhang.
Der Fahrer wechselt das Rad.
Ich bin nicht gern, wo ich herkomme.
Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre.
Warum sehe ich den Radwechsel mit Ungeduld?

~ Bertold Brecht ~

Wir, die den Weg schon betreten haben
Fragen nicht nach seinem Ziel
Blind eilen wir voran
Schon rückt das Ende näher
Selbst jetzt kein Warum
In unseren Augen
Nicht die Frage nach dem Sinn
Auf unseren Lippen
Unsere Zeit läuft ab
Und wir selbst
Haben die Uhr gestellt

~ Unbekannt ~

Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muss gesagt werden, dass nicht einmal Blumen verwelken, wenn man in sie hineinsticht.
Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifensten Operationen überstehen. Ein schlechter Vers zerstört ein Gedicht noch keineswegs ganz und gar, so wie ein guter es noch nicht rettet. Das Herausspüren schlechter Verse ist die Kehrseite einer Fähigkeit, ohne die von wirklicher Genussfähigkeit an Gedichten überhaupt nicht gesprochen werden kann, nämlich der Fähigkeit gute Verse herauszuspüren.
Ein Gedicht verschlingt manchmal sehr wenig Arbeit und verträgt manchmal sehr viel. Der Laie vergisst, wenn er Gedichte für unnahbar hält, dass der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen mag, dass aber ihre Formulierung ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm wirklich nicht nahe.
In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses.

Zerpflücke eine Rose
und jedes Blatt ist schön.


~ Bertold Brecht ~

Ein Aufruhr in den Dimensionen
In einem einzigen göttlichen Augenblick
Goldene Tropfen und gläserne Perlen
Im Versuch den Naturgesetzen zu trotzen
Das Experiment zweier Materien
Mit der letztendlichen Erkenntnis:
Die Chemie stimmt doch.

~ 23.01.08 ~


"You and I are like oil and water.
We've been trying to mix it up."

~ Incubus - Oil and Water ~

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