Aber wenn du ihr begegnest
Schenkt sie dir ein wärmendes Lächeln
Ein ziemlich langer Tag
Aber wenn du sie dann triffst
Scheint die Sonne wieder aufzugehn
Ihre größte Schwäche?
Ihre schlechteste Eigenschaft?
Sie lächelt immer
Es ist ein Schrei nach Hilfe
Aber im tosenden Sturm um dich
Schwirrt er ungehört an dir vorüber
Eine Umarmung schenkt Ruhe
Aber wie lang hält der Zustand an
Sie wird es dich nicht spüren lassen
Ihre größte Schwäche?
Ihre schlechteste Eigenschaft?
Sie lächelt immer
Es ist wie ein endloses Spiel
Aber niemand kennt die Regeln
Sie beherrscht ihre Mimik zu perfekt
~ Dezember 06 ~
Labels: Gedichte
Findet sich darin wieder
Er hat absolut keinen Bock
Auf ein Leben nach dem Tod
Versteh'n wir nicht
Sie schon
Wild gestikulierend
Und lachend schreit sie fast
Dass sie keine Lust hat
Uns wiederzusehen
Wiedersehen zu müssen
Weder in der Hölle
Noch im Himmel
Wo sie sowieso
Noch nie hinwollte
Ich dachte sie mag uns
Insgeheim
Tief in sich drin
Aber ich wurde
Eines besseren belehrt
Ich dachte ich mag sie
Aber nein
Sie tut mir leid
Was ist der Sinn
Ihres doch so kurzen Lebens?
Der Weg ist das Ziel?
Versteh' ich nicht
Als ich gehe
Denke ich noch daran
Ihr lächelnd Lebwohl zu sagen
Denn in der Ewigkeit
Werden wir uns nicht begegnen
Und ich gestehe
Ich habe auch keinerlei Bedürfnis
Das zu tun
Werde vom Himmel aus beobachten
Wie sie wahnsinnig werdend
Dem Rest meiner Artgenossen
In der Hölle gegenübersteht
Sie wollte es nicht anders
Und ich werde Jesus
Um den Hals fallen
Und ihm danken
Dass er mich vor solch
Einem Schicksal gerettet hat
~ 16. November 06 ~
Labels: Gedichte
So zu sein, wie ich bin
Obwohl das
Nicht unbedingt bedeutet
Dass ich mich
Nicht mehr verändern will
Nicht so bleiben will
Wie ich bin
Denn Stillstand
Bedeutet Tot
Weder Zeit
Noch irgendetwas anderes
Kann stillstehen
ohne aufhören zu existieren
Schon ein winziges Molekül
Muss sich immerfort bewegen
Ob langsam und allmählich
Oder immer schneller werdend
Ist egal
Solang es leben will
~ 10. November 06 ~
Labels: Gedichte
mit einem Schutzengel, der
morgens, während du gemütlich
Kaffee trinkst und
die Welt ordnest, die du
gestern etwas
durcheinander brachtest, aus
dem Himmel stürzt und auf den Balkon
klatscht und tot liegen
bleibt. Zuerst denkst du,
Gottseidank, er hat mich
nicht erschlagen. Und dann?
~ Franz Hodjak ~
Labels: Gesammeltes
Zwischen uns
Hab sie nicht bemerkt
Hab mir den Kopf gestoßen
Wollte sie nicht sehn
Die Sonne hat mich geblendet
Wie unendliche Dunkelheit
Die uns trennt
Such dich in der Finsternis
Kann dich nicht finden
Lass dich allein
Und gehe der Sonne entgegen
Wie dichte Nebelschleier
Seh dich schemenhaft vor mir
Will zu dir
Aber mit jedem Schritt
Entfernst du dich weiter von mir
Sonnenstrahlen lösen den nebel
Aber du bleibst verschwunden
Ziehst dich weiter zurück
Mit jeder Hand
Die ich nach dir ausstrecke
Weiß nicht
Ob du sie nicht willst
Oder nicht die Kraft hast
Sie zu ergreifen
Sie würde dich halten
Nie loslassen
Doch die Frage ist
Was ist mit deiner Hand
Ich seh dich lachen
Es tut so gut und
Ich schöpfe Hoffnung
Aber dann
Fällt alles zurück
In seine alten Bahnen
Hab genug Kraft
Der Stärke der Sonne zu trotzen
Und sie zu nutzen
Aber nicht genug
Um in die Finsternis zu treten
Hab Angst davor
Nicht fliehen zu können
Hatte gedacht sie endlich
Hinter mir gelassen zu haben
Und ich bin
Entzweigerissen
Zwischen meinem neuen Leben
Und der Liebe zu dir
Muss noch begreifen
Dass du mein Leben bist
~ 7. November 06 ~
Labels: Gedichte
Während die Nacht langsam hereinbricht, verwandelt sich die eben noch farbenprächtige Welt in eine dumpfe graue Wüste. Alles ist verstummt, endlich bereit zu schlafen. Am mittlerweile fast schwarzen Himmel erscheint ein Stern nach dem anderen, während ein kleiner Schatten durch die Kälte und Stille des Parks schleicht. Schließlich bleibt er vor ihren Füßen sitzen und sieht sie mit großen Augen an. Ein Lächeln huscht über die Lippen des Mädchens, als sie sich nach vorne beugt, um das dunkle Geschöpf zu streicheln. Sie will gerade ihre Hand wieder zurückziehen, als es mit einem Satz auf die Bank neben sie springt. Leicht unbeholfen tapst es auf ihren Oberschenkeln herum, um sich schließlich an sie zu kuscheln. Vorsichtig streicht sie ihm Nacken und Rücken entlang, das warme Fell fühlt sich ganz weich und unberührt unter ihren Fingern an. Und sie kann den zerbrechlichen Körper des Kätzchens zufrieden auf ihrem Schoß vibrieren spüren...
~ 5. Januar 06 ~
Labels: Das Mädchen...
~ August 05 ~
Labels: Das Mädchen...