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"Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"
"Was muß ich da tun?" sagte der kleine Prinz.
"Du mußt sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs. "Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich verstohlen, so aus den Augenwinkeln anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist eine Quelle von Mißverständnissen. Aber jeden Tag wirst du dich ein bißchen näher setzen können."

~ Antoine de Saint-Exupéry - "Der kleine Prinz" ~

Wie wahr...

Die Entscheidung ist möglich in einem Sinne, aber was nicht möglich ist, ist sich nicht zu entscheiden. Ich kann mich immer entscheiden, aber ich muss mir bewusst sein, dass ich, wenn ich mich nicht entscheide, mich trotzdem entscheide.

~ Jean-Paul Satre ~

"Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig."...
"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich..."

~ Antoine de Saint-Exupéry - "Der kleine Prinz" ~

"Adieu", sagte der Fuchs.
"Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

~ Antoine de Saint-Exupéry - "Der Kleine Prinz" ~

Der Adler

Man fragte den Adler:
"Warum erziehst du deine Jungen
so hoch in der Luft?"
Der Adler antwortete:
"Würden sie sich, erwachsen,
so nahe zur Sonne wagen,
wenn ich sie tief an der Erde erzöge?"

~ Lessing ~


Schwache Menschen sind wir alle,
Sterblich geboren, darfst du sterblich fehlen.

~ Racine: "Phèdre" ~

Durch Liebe lassen sich auch Unbezähmbare besiegen.

Ein Teil der Gesundung war noch immer, geheilt werden zu wollen.

Eine Liebe, die sich nicht beherrschen will, muß besiegt werden.

Waffen schuf der Schmerz.

Wen die Geschicke zwingen, dem vergibt man, daß er unglücklich ist, doch gibt einer aus freien Stücken sich willentlich dem Unglück hin und quält sich selbst, so verdient er die Güter zu verlieren, von denen er keinen Gebrauch zu machen weiß.

Wer furchtsam bittet, lehrt verweigern.

Gewisse Verbrechen macht der Erfolg ehrbar.

Geringfügige Sorgen finden Worte, ungeheure sind stumm.

Was du willst, daß ein anderer verschweige, verschweige zuerst selbst.

Der schönst eTod ist, den Seinen beweinenswert zu sterben.

Stirb, wenn du keusch bist, für den Gatten,
wenn du unkeusch bist, für deine Liebe.

Wenn Sie nach einem Model suchen, das Sie anziehen wollen, wählen Sie das dünne große Mädchen, wenn Sie aber nach einem suchen, das Sie ausziehen wollen, nehmen Sie das kleinere mit den Kurven.

~ Mario Testino, Fotograf; SZ-Magazin ~

Gebete

Wenn jemand für mehr Geduld betet, denken Sie Gott schenkt ihm mehr Geduld? Oder gibt er ihm die Gelegenheit etwas geduldiger zu werden?
Wenn einer für Mut betet, schenkt Gott ihm dann Mut oder gibt er ihm doch eher die Gelegenheit Mut zu beweisen?
Wenn jemand dafür betet, dass die Familie näher zusammenrückt, glauben Sie Gott schickt ihnen dann warme kuschlige Gefühle oder gibt er ihnen die Gelegenheit einander zu lieben?

~ Gott in "Evan Allmächtig" ~

Umwerfend...

Come, gentle night, come, loving, black-brow'd night,
Give me my Romeo; and, when he shall die,
Take him and cut him out in little stars,
And he will make the face of heaven so fine
That all the world will be in love with night
And pay no worship to the garish sun.

~ Juliet in Shakespeares "Romeo and Juliet", Act 3, Scene II ~

„Üääh!“ Dieser komische Laut war dem Mund ihres kleinen Bruders entsprungen, der eine seltsam orangefarbene Matsche von seinem Löffel zurück in die Schüssel fallen lies.
Suse seufzte. Soeben hatte ihre Mutter ihnen ihr heutiges Frühstück vorgesetzt.
„Ähm, Ma, was soll das eigentlich sein?“, fragte Suse ihre Mutter ein wenig verwirrt, während diese schwer beschäftigt vor der geöffneten Spülmaschine kniete.
„Oh, dieses Mistteil, immer muss es dann kaputt sein, wenn man's braucht“, zischte diese durch die Zähne, offenbar hatte sie nicht gemerkt, dass ihre Tochter sie etwas gefragt hatte. „Diesmal hol' ich aber jemand anderen, der das Ding repariert...“
Suse konnte sich nur zu gut an dieses letzte Mal erinnern. Ihr Vater hatte sich selbst an der Reparatur versucht, war aber kläglich gescheitert. Das Ergebnis war eine überflutete Küche gewesen, woraufhin nicht nur der Klempner, sondern auch noch der Elektriker hatte kommen müssen.
Während ihr kleiner Bruder immer noch damit beschäftigt war sein Frühstück aus größtmöglicher Höhe in die Schüssel klatschen zu lassen, machte Suse einen erneuten Versuch von ihrer Mutter zu erfahren, was dieses Frühstück überhaupt darstellen sollte.
„Mama, ich hab dich gefragt, was das für ein Zeug hier ist!“ Ihre Mutter legte die Zange bei Seite, mit der sie gerade versucht hatte eine starrsinnige Schraube zu lösen, und stand auf.
„Das“, sagte sie und strahlte jetzt, regelrecht Angst einflößend, wie es Suse schien, über das ganze Gesicht, „ist vitaminangereicherter Haferbrei mit geriebenen Möhren, natürlich alles aus rein ökologischem Anbau...ach Johannes, hör doch endlich mal auf dich zu benehmen wie ein Kleinkind!“, fügte sie noch hinzu und wandte sich erneut der kaputten Spülmaschine zu.
Unglaublich, dachte Suse angewidert, als sie mit ihrem Löffel die dickflüssige Masse in ihrer Schüssel umrührte. Im Wohnzimmer klingelte das Telefon.
„Auch das noch“, flüsterte ihre Mutter genervt, warf Lappen und Schraubenzieher ins Spülbecken und rauschte aus der Küche. Gedämpft konnten ihre Kinder das Gespräch mitverfolgen.
„Ja... aber brauchst du das gerade jetzt? Kann ich das denn nicht später machen?“ Schweigen. „Ich versteh' schon... ich beeil' mich... bis gleich.“
Suse konnte hören, wie ihre Mutter den Hörer lautstark auflegte, wohl ziemlich wütend, über den Verlauf des eben geführten Unterhaltung. Ihre Mutter kam zurück in die Küche marschiert, sogar ohne sich darüber zu empören, dass keines ihrer Kinder auch nur einen Löffel ihres eigenwilligen Frühstücks angerührt hatte.
„Oh Mann, muss ich denn jedem hier alles nachtragen? Ich bin gleich wieder da, ich muss nur schnell eurem Vater sein Arbeitsmaterial ins Büro bringen, er hat's schon wieder auf seinem Schreibtisch liegen lassen“, sagte sie und schnappte sich den Autoschlüssel von der Anrichte. „Als ob es nicht schon reicht, dass er überhaupt heute arbeiten muss...“
Johannes warf Suse einen verstohlenen Blick zu und grinste. Kaum, dass die Haustür ins Schloss gefallen war, sprangen beide wie vom Blitz getroffen auf und spurteten ungestüm Richtung Kühlschrank, nicht ohne dabei einen der Küchenstühle umzuwerfen, der unglücklicherweise den gerade hereingekommenen rotgetigerten Kater nur haarscharf verfehlte.Laut schreiend verließ dieser fluchtartig wieder die Küche, auf so eine Begrüßung hatte er sich wahrlich nicht eingestellt gehabt, als Johannes plötzlich lachend „Erster!“ brüllte. Suse drängte sich an ihm vorbei, als er die Kühlschranktür öffnete, stockte aber auf einmal.
„Was ist denn?“, wollte Johannes wissen, während seine Schwester begann unruhig alle möglichen Dinge im Kühlschrank herumzuschieben.
„Er ist weg!“, rief sie ungläubig und knallte die Tür wieder zu.
„Soll das heißen, sie hat unseren Schokopudding einfach so weggeschmissen?“, fragte Johannes verärgert.
„Nein, das soll heißen sie hat alles, wo nicht Bio draufsteht...“ Suse wurde von einem Schlüssel in der Haustür unterbrochen. Im nächsten Moment kam die Stimme ihrer Mutter aus dem Flur, offenbar hatte sie selbst etwas liegen gelassen.
„Ach, und Susanne, bevor ich's noch vergesse. Wenn du Lust hast, kannst du Isabell fragen, ob sie nicht heute nacht hier schlafen will. Papa, Johannes und ich fahren später noch zu Steffan, er kommt mit der Kleinen nicht so ganz klar!“
„Na toll“, stöhnte Suses kleiner Bruder, als die Haustür erneut zufiel.

Es gongte. „Endlich Ferien“, dachte Suse und packte die letzten Sachen in ihre Tasche. Der Lärm im Schulhaus schwoll an, als sie ihren Stuhl auf den Tisch stellte und hinter Isabell das Zimmer verließ.
„Isi, was hast du eigentlich so in den Ferien vor?“ fragte sie, nachdem sie ihre Freundin eingeholt hatte.
„Nichts besonderes, irgendwann gegen Ende muss ich mit meinen Eltern nach Italien fahren...“ Isi seufzte.
„Sei doch froh, dass du überhaupt rauskommst, ich werde die ganze Zeit zu Hause schmoren und mich mit diesem nervigen kleinen Kind von Bruder abgeben müssen! Deswegen hatte ich auch gedacht, dass wir ganz viel zusammen unternehmen. Du willst ja schließlich nicht daran Schuld sein, wenn ich durchdrehe, oder?“ Suse sah ihre Freundin neckend an. Doch die schaute immer noch verdrießlich drein. „Und an was hättest du da so gedacht?“
„Hm, also wir könnten gleich morgen Abend loslegen, wie wäre es denn mit Poolparty in Sendlingen? Ich würde sagen, die beste Möglichkeit so schnell wie möglich jemanden kennen zu lernen!“ Suse begann übers ganze Gesicht zu strahlen, aber Isis Reaktionen auf diese Idee fiel ziemlich verhalten aus. „Ja, wahrscheinlich...“
Während die zwei sich durch die Menge in den Gängen kämpften, wechselten die beiden kein weiteres Wort mehr. Suse hatte keine Ahnung, warum ihre Freundin so seltsam drauf war, schließlich waren Ferien! Das allein hätte doch bei allem sonstigen Ärger dafür sorgen müssen, dass Isi vor Freude durch die Gegend hüpfte. Sie war doch sonst so leicht für etwas zu begeistern, also was war bloß los?
„Vielleicht ist die Party morgen als Ablenkung ja gar keine so schlechte Idee...“, überlegte Isi laut, kaum, dass die zwei Freundinnen das Schulgebäude verlassen hatten, hörte sich aber dennoch nicht sehr begeistert an.
„Ich meine, wir müssen ja nicht unbedingt nach Sendlingen, dass wäre eh wieder übelst stressig jemanden zu finden, der den Wachhund für uns gibt, damit wir reinkommen“, lenkte Suse ein und sah ihre Freundin gespannt an. Aber keine Reaktion. Sie waren mittlerweile bei den Bushaltestellen angekommen. „Aber wie wär's denn mit Kino morgen Abend, es kommt, soweit ich weiß, gerade 'Freche Mädchen'...“ Wieder keine Reaktion. „Hallo, Erde an Isi!“ Suse wedelte mit ihrer Hand vor Isis Gesicht herum.
„Äh, was? - Sorry, ich war grad woanders in Gedanken...“
„Hab ich gemerkt. Also wie wär's? Morgen, Kino, 'Freche Mädchen'?“ Sie sah Isi erwartungsvoll an.
„Ja, vielleicht...“, nuschelte Isi nur gedankenverloren und stieg in ihren Bus ein, während sie ihre eigentlich beste Freundin ohne irgendein weiteres Wort etwas verdutzt davor stehen ließ.Was beschäftigte Isi denn so, dass sie kaum noch irgendetwas um sich herum mitbekam?
Suse drehte sich um und ging los, um ihren eigenen Bus noch zu erwischen. Aber vielleicht war ein ruhiger Kinoabend ja ganz gut, um Isi auf andere Gedanken zu bringen, und Suse beschloss ihre Freundin notfalls persönlich abzuholen, falls sich ihre Laune bis morgen nicht gebessert haben sollte.

Story²

Hab vor ein paar Wochen alte Aufzeichnungen wiedergefunden, unter "Kleine-Mädchen-Träume" waren die abgeheftet, ungefähr 6 Jahre alt das Zeug. Ich kann ja nichts wegschmeißen, also wer mal meine ganzen Ordner durchschaut - peinlich, peinlich!
Aber die Ideen zu der Geschichte waren echt gar nicht mal so schlecht (abgesehen davon, dass manche Sachen absolut möchtegern-erwachsen waren), also hab ich beschlossen, das ganze nochmal neu aufzuziehen, altersgerecht (ab 12) und mit meiner heutigen Welterfahrung.
Also, wer möchte darf dem Ganzen bei seiner Entstehung beiwohnen... =)
Viel Spaß!

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