Nur das närrische Brüderlein gewann er lieb. Er gab sich mit ihm ab, wann immer es die Zeit erlaubte, nahm es zu sich in den Gaden, lehrte es gehen, lehrte es eine Sprache aus Lauten und Tönen, die nur sie beide verstanden. Und als Elias in dem Idiotenkind eine hohe Begabung für die Musik entdeckte, da wuchs die Liebe nur desto mehr, und beide wurden sie Brüder bis auf die Seele...
...Nun mochte er ruhen, und im Gaden heulte und jaulte Philipp vor Freude. Elias pfiff, hieß den Idioten schweigen. Und der Idiot schwieg...
...sagte Elias mit langgestrecktem Hals und bemühte sich, dem manierlichen Gang eine tänzelnde Figur zu geben. Philipp, der hintendrein lief, sah das mit Freuden und suchte den Bruder zu imitieren, was Elsbeth zu herzlichem Lachen veranlasste...
...Philipp auf seinen Schultern tat bei diesen Worten ein gutturales Gellen, denn er spürte die Freude im Herzen seines Bruders...
...Elias hieß das Mädchen sich verschnaufen, nahm das Kind von den Schultern, öffnete seinen Gehrock und breitete ihn auf den Stein. Sie ließen sich in gebührlichem Abstand nieder, indessen Philipp munter zwischen den beiden hin und her kroch...
...Philipp sah, dass ihr der Rock viel zu lang war, ergriff die Schleppe mit tappigen Händchen und lief stolz seiner Prinzessin hinterher...
...Als sich Elias verabschiedete..., da sträubte sich Philipp mit Händen und Füßen. Elias suchte das Kind in jener Lautsprache zu beruhigen, welche er ihm beigebracht hatte. Aber Philipp zornte nur desto lauter. Wie ein Kälblein, das man an Stricken aus der Wärme des Stalles zieht, um es hernach zum Schlachten zu führen, so bockte Philipp. Mochte es sein, dass der Idiot ahnte, Elias würde niemals mehr auf den Hof zurückkehren?
~ Schlafes Bruder / Robert Schneider ~
...Nun mochte er ruhen, und im Gaden heulte und jaulte Philipp vor Freude. Elias pfiff, hieß den Idioten schweigen. Und der Idiot schwieg...
...sagte Elias mit langgestrecktem Hals und bemühte sich, dem manierlichen Gang eine tänzelnde Figur zu geben. Philipp, der hintendrein lief, sah das mit Freuden und suchte den Bruder zu imitieren, was Elsbeth zu herzlichem Lachen veranlasste...
...Philipp auf seinen Schultern tat bei diesen Worten ein gutturales Gellen, denn er spürte die Freude im Herzen seines Bruders...
...Elias hieß das Mädchen sich verschnaufen, nahm das Kind von den Schultern, öffnete seinen Gehrock und breitete ihn auf den Stein. Sie ließen sich in gebührlichem Abstand nieder, indessen Philipp munter zwischen den beiden hin und her kroch...
...Philipp sah, dass ihr der Rock viel zu lang war, ergriff die Schleppe mit tappigen Händchen und lief stolz seiner Prinzessin hinterher...
...Als sich Elias verabschiedete..., da sträubte sich Philipp mit Händen und Füßen. Elias suchte das Kind in jener Lautsprache zu beruhigen, welche er ihm beigebracht hatte. Aber Philipp zornte nur desto lauter. Wie ein Kälblein, das man an Stricken aus der Wärme des Stalles zieht, um es hernach zum Schlachten zu führen, so bockte Philipp. Mochte es sein, dass der Idiot ahnte, Elias würde niemals mehr auf den Hof zurückkehren?
~ Schlafes Bruder / Robert Schneider ~
Labels: Buchauszüge
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